" Hier gibts Rosenwasser

Lass mich (nicht) los

Mausekind in der Trotzphase.
Oder wie es heutzutage richtig heißt, in der Autonomiephase.
Anstatt das Kind in ein Paket zu stopfen und es ab zum Mond oder wahlweise zu nervenstarken Verwandten  zu schicken, soll man ja die Ruhe bewahren und mit so einem Halblächeln stolz auf den Nachwuchs blicken, dieser macht nämlich gerade die spektakuläre Erkenntnis, dass die Durchsetzung des eigenen Willens die Voraussetzung für das Erreichen bestimmter Dinge sein kann.
Ich würde es eher so beschreiben: die Synapsen fahren Karussell. Und die Laune mit.

Weihnachtsmann zum Kind: "Na? Was hast du dieses Jahr alles schönes gemacht?"
Kind zum Weihnachtsmann: "Gespielt, gelacht, getobt. Und Mama gehauen."

In diesem Sinne liebe LeserInnen, lächeln auch Sie das Eine oder Andere einfach mal weg.

Ein schönes, neues Jahr wünscht Familie Mausekind.



Du auf Deiner Wolke

In zwölf Tagen ist Samhain.
In der Nacht zum ersten November stehen die Tore zur Anderswelt offen und eine Kontaktaufnahme zwischen der Geisterwelt und der realen Welt ist möglich.
Die Samhain Nacht gilt auch als die Nacht der Begegnungen zwischen den Lebendigen und den Toten.
Für Dich werde ich das Fenster offen halten, damit Du zu uns kommen und mit uns feiern kannst.

In Liebe Deine Tochter

Familie Kopffüßler

Gestern hat das Mausekind unsere Familie porträtiert. Letzte Woche malte sie zu meiner Überraschung ganz plötzlich die ersten Gesichter. Und eine Woche später haben die Gesichter einen Kopf mit Haaren, Armen und Beinen.
Schaut uns ziemlich ähnlich das Ganze :-)



Ein Kindersommer

inklusive drei Wochen Sommerferien.

Just for me moments 30/2014

Momente nur für sich zu finden, das ist für eine Mama nicht immer leicht.
Sie fühlt sich immer und überall mit der Familie verbunden und eingebunden.
Das ist kein Wunder, schlagen in ihrer Brust ja auch mehrere Herzen.
Damit Mama aber auf Dauer ausgeglichen und zufrieden sein kann, benötigt sie Momente für sich ganz alleine.
Für mich kommt es dabei weniger auf die Länge und Menge der Aktivitäten an.
Ich lege den Schwerpunkt mehr auf das aufkommende Bewusstsein und das Gefühl: Das hier mache ich gerade für mich. Das geniesse ich. Das macht mich froh.

Mamamiez hat die "Just for me moments" ins Leben gerufen und eingeladen, einmal die Woche solche Momente zu teilen.
Um sich auszutauschen, Anregungen zu geben oder einfach nur um sich bewusst solche Momente vor Augen zu führen.
Meiner JFMM war diese Woche kurz aber wunderbar.
Nachdem das Mausekind eingeschlummert war, besuchte ich ein wunderschönes Sonnenblumenfeld, nur wenige Kilometer von unserem Zuhause entfernt.
Ich stand bis zum Hals in all den Sonnenblumen. Die Sonne ging gerade unter und tauchte die prächtigen Blüten in goldenes Licht. Zudem hatte es gerade geregnet. Der Duft und die feuchten Regentropfen, welche an meiner Kleidung und Haut hängen blieben, waren herrlich erfrischend.
Ich nahm ein paar Blumen mit nach Hause, wo sie mich noch ein Weilchen an diesen schönen Moment erinnern werden.
Das nächste Mal muss ich das Mausekind dann aber doch mitnehmen.


Über das Schlafverhalten unseres Kindes


Zweieinhalb Jahre lang haben wir unser Kind in den Schlaf begleitet.
Da ich eine sehr schlechte Ein,- und Durchschläferin bin, war es mir von Anfang an sehr wichtig, gerade beim Einschlafprozeß dem Kind soviel Geborgenheit und Urvertrauen wie möglich und notwendig zu geben, denn gut Einschlafen zu können, das zahlt sich ein Leben lang aus.
So haben wir viele Nächte streichelnd, singend, zuhörend und zur Ruhe ermahnend neben ihr gelegen. Manchmal mussten wir uns abwechseln, manchmal sind wir gleich mit eingeschlafen.
Ich sage nicht, dass es immer einfach war. Gerade wenn sich der Einschlafprozeß ins Unendliche hinaus zögerte, dachte ich an viele Mütter, die ihre Kinder einfach ablegen können und diese dann promt einschlafen. Bestimmt sind wir auch belächelt worden.
Aber jedes Kind ist anders. Und Eltern sind auch anders.
Schon früh zeigte das Mausekind auf, dass es vor dem Einschlafen noch so einiges verarbeiten muss. War der Tag besonders erlebnisreich oder anstrengend, war sie nicht erschöpft wie viele andere Kinder,- sondern zappelig und aufgedreht.
Schnell begriffen wir, dass Hörspiele oder Lichtspiele zum Einschlafen nicht das rechte Mittel sind um die notwendige, innere Ruhe herzustellen.
Neben festen Ritualen und einem ruhigen Abendverlauf, findet das Kind schon immer - und auch heute am besten in einem ruhigen und abgedunkelten Raum zur Ruhe.
Zwar gab es dann noch immer einiges was bequasselt und besungen werden musste, aber was raus musste, musste dann noch raus. Das dauerte eben so lange wie es dauerte.

Wie also bereits schon erwähnt, seit zweieinhalb Jahren haben wir unser Kind zur Ruhe und in den Schlaf begleitet.
Nie und wirklich zu keiner Zeit, haben wir mit dem Gedanken gespielt Einschlafprogramme wie "Ferbern und Co" anzuwenden. Ich möchte diese Möglichkeit gar nicht verteufeln. Nur hat es einfach nicht zu uns gepasst. Dazu hat unser Bauchgefühl stets nein gesagt.
Wir haben lieber gewartet bis sie einfach von alleine soweit ist, darauf dass es sich ergibt, ganz ohne Geschrei oder weinen oder wimmern. Wir haben uns aus Liebe und Überzeugung immer gern neben unser Kind gelegt.

Nun, wie es bei  Kindern oftmals der Fall ist, geht schleichend und ohne Zutun, ohne Druck und Hektik ein kleines Kapitel für uns alle zu Ende. Seit über einer Woche schläft das kleine Mausekind nämlich guter Dinge alleine in ihrem Bettchen ein. Winkt mir zu, sagt "bis gleich" und während man sie nebenan noch singen und erzählen hören kann, bin ich ein kleines bisschen stolz auf uns alle drei und ertappe mich dabei, wie ich schon wieder denke: "Hach, was war das noch schön, als ich mich immer neben sie legen musste."

Klitzekleines DIY und ein Bruder

Eine schöne Idee für jedes Kinderzimmer ist ein Stoffrestebildchen.
Es kann so individuell gestaltet werden, wie Kind und Zimmer sind. Stoffreste zurecht schneiden, aufkleben, Rahmen rum, Nagel rein. Fertig.

Unten auf dem Foto hat sich übrigens Teddy Bruno mit ins Bild geschlichen. Obwohl das Mausekind schon sehr deutlich und gut spricht, kam ihr der Name "Bruno" etwas holperig über die Lippen. So wurde nach kurzer Zeit aus Teddy Bruno -> Teddy Bruder.
Teddy Bruder wurde kurzerhand zu Bruder Teddy umgedreht.
Und heute wird er nur noch kurz und knapp "Bruder" gerufen.
Tja, so schnell hat man zwei Kinder im Haus.