" Hier gibts Rosenwasser: April 2010

Sommerliche Köstlichkeit

Man nehme eine Schale frischer, saftiger, süsser, wohlschmeckender Erdbeeren
und gebe reichlich fettarmen Vanillejoghurt dazu.

Das ganze vorsichtig vermischen und ab in den Kühlschrank!

Lecker!

Größenwahn der Jugend

Mit seinen 2,5 Jahren ist Paulchen in Menschenjahren gerechnet ca. 18 Jahre alt. 
Im kleinen Katzenkopf tümmeln sich so einige Merkwürdigkeiten, genau wie das beim Menschen in diesem Alter wohl auch der Fall ist. 
Der Sinn steht im derzeit nach Raufen, Boxen und Fußballspielen. Ohne Pause und immer hintereinander.
Hinzu kommen desaströse Launen. Schmusen und Kuscheln ist im Moment nicht drin. Schlafen ist auch nicht der Bringer. Dafür muss immer und überall lautstark randaliert und Krach gemacht werden.
Seit längerem hat er von seinem Balkon aus einen Mitstreiter ausfindig gemacht. Ein Geschlechtsgenosse in rot/weiß mit ruhigem Charakterzug. Seine Jugend scheint er hinter sich zu haben und an Erfahrungen scheint er reich zu sein. Er ist an einigen Stellen vernarbt.
Mehrmals am Tag streift er gelassen um das Haus, was ihm den Spitznamen Schleicher einbrachte.
Während Paulchens Ausgang nur auf den Balkon beschränkt ist, kann sein Zeitgenosse alle Vor und Nachteile der freien Wildbahn genießen.

Neulich Nachmittag ereignet sich folgendes:

Paulchen sonnt sich. Wie alle Katzen liebt er das und chillt auf dem kühlen Stein.
Die Straße entlang nähert sich der Schleicher.
Pfiffikus Paulchen hat ihn natürlich seit Stunden im Visier, tut jedoch ganz cool und rührt sich nicht. Als der Schleicher sich dem Balkon nähert hält es ihn jedoch nicht länger, er schiebt seinen kleinen Kopf zwischen das Geländer und ruft nach unten:

"Grrr gurgel.....Ey Alter, na wie schauts da unten so? Alles palletti in unserem Revier? Ich kann hier leider nicht weg. Tu mir den Gefallen und box allen Plagegeistern dieser Welt von mir auch ein paar in ihre Visage, okaaay?"
Seine vordere linke Pfote schnellt nach vorne als würde er das eben Gesagte unterstreichen wollen.

Der Schleicher würdigt ihn keines Blickes und zieht weiter seine Bahnen.

Nervös und grunzend wechselt Paulchen seine Position. Er ist nun in die andere Ecke des Balkons gehuscht und schiebt seinen Oberkörper soweit es geht unter das Geländer durch, während sein Hintern in den Himmel ragt.

"Grrr miaoo grrr, Haalloho du Checker da unten, bist du etwa schon schwerhörig du alter Sack?"

Der Schleicher zieht ungestört weiter seine Bahnen, nur seine Schnurrhaare zucken leicht.

Paulchen ist irritiert. Er fegt einmal komplett durch die ganze Wohnung, schleudert unabsichtlich dabei einen Schuh durch die Luft und nimmt auf der Fensterbank des Balkons seinen neuen Platz ein. Hier macht er sich groß und schreit über die Brüstung. Mittlerweile betritt der Schleicher das Feld vor dem Haus, man kann nur noch seine roten Ohren über dem wachsenden Grün leuchten sehen, die sich langsam entfernen.

Paulchen ist sauer. Stinksauer. Er sieht sich mit einer Unverschämtheit konfrontiert, die er so noch nicht kennt. IGNORANZ.
Er schimpft was das Zeug hält und liefert dabei Gratis eine Palette von nie zuvor gehörten Geräuschen ab.
Plötzlich dreht der Schleicher um und marschiert gemächlich auf Paulchen zu. Sein Kopf ist gesenkt, nichts bringt ihn scheinbar aus der Ruhe.

Mein Kater ist frohen Mutes und stolz auf sich zugleich.
"So nicht mein Lieber. So nicht! Und schon gar nicht mit Paulchen Nehmzow!"

Der rot Getigerte kommt näher und näher. Er hebt jetzt leicht das Haupt ohne Paulchen dabei direkt anzusehen und raunt ihm zu:

"Was bist du denn eigentlich für ein Kasper da oben? Leg erst einmal deine Windeln ab, bevor du hier so ein lautstarkes und jämmerliches Theater machst."
Sprachs und war mit einem Satz über dem nächsten Gartenzaun verschwunden.

Nun herrscht schlagartig Ruhe.
Paulchens zerknirschte Katerschnauze spricht Bände.
Dann spüre ich seinen Kopf an meinen Beinen reiben, fast demütig. Mit großen Kulleraugen bittet er um ausgiebige Streicheleinheiten. Der Wunsch wird ihm erfüllt. Wir waren ja schließlich alle einmal 18.

Kurz darauf schmettert er wieder seinen Ball durch die Wohnung und es kracht irgendwo.

Nestdeko

Home is where your story begins



So solle es zum Mantra werden!

Individualität









Manche Männer bauen ihren Frauen den Keilriemen ein, andere bauen ihren Frauen ein Haus.
Meiner baut mir ein Bücherregal. Wunder...wunder...schööön!

Randnote


Manchmal ist es merkwürdig wie einige Menschen ihr Fehlverhalten reflektieren und bewerten.
Sobald sie das gleiche Fehlverhalten bei anderen Personen sehen, finden sie ihr Eigenes plötzlich völlig normal und überhaupt nicht mehr fragwürdig!

Dynamik

Menschen ändern sich! Jawoll! 
Das Problem ist nur, dass die Mitmenschen ihre Ansicht über einen oftmals nicht aktualisieren.


Mal darüber nachgedacht?

Eine Meinung haben kann man, muss man aber nicht. Und sowieso nicht, wenn man nicht im Bilde ist.
Allerdings wer über ein Mindestmaß an Informationen und außerdem über Maßstäbe zur Bewertung der Informationen verfügt, der darf ruhig auch eine haben.
Die darf er dann auch äussern und vertreten. Dabei ist es erst einmal zweitrangig ob andere sie richtig finden oder nicht.

Grundsätzlich meinen die meisten Menschen eine Meinung über verschiedenste Dinge und Angelegenheiten zu haben.
Bei einer Vielzahl von Menschen ist eine Meinung über marginale Themen aus Fernsehen, Werbung oder Internet vorhanden und wird auch preisgegeben. Das machen beispielsweises viele Foren im Internet deutlich. Dort geht es dann vielmehr um Meinungsäusserung und Rechthaberei und in zweiter Linie erst um das eigentliche Thema oder den Sinn dahinter.

Uns eine Meinung bilden und diese standfest vertreten können wir schneller, wenn es uns nicht unmittelbar persönlich betrifft und wir keine Konsequenzen daraus ziehen oder befürchten müssen.
Wie z.B. wer der neue Superstar wird. Sind wir mit dem Gewinner nicht einverstanden können wir schimpfen. Macht auch nichts, denn er wird nicht an unsere Haustür klopfen und uns fragen, warum wir diese ungute Meinung über ihn haben.

Wichtig und gleichermaßen schwierig wird Meinungsbildung dann, wenn Etwas mit uns zutun hat, uns Etwas selber betrifft. Wenn wir mitten dabei sind, unmittelbar drin stecken.
Dann wird man oft vorsichtig, geht erst einmal auf Rückzug oder hält sich am besten gleich ganz raus, denn Stellung beziehen kann auch Federn lassen bedeuten. Unter Umständen kann es uns etwas kosten, etwas verändern. In der Partnerschaft kann das Spuren hinterlassen, im Freundeskreis unbequem werden und im Job ungeahnte Folgen haben.

Aber eine Ansicht zu haben und zu vertreten bringt Rückgrat, macht stark, grenzt ab und formt die Persönlichkeit.

Wer immer zwischen den Stühlen sitzt wird es ruhig haben aber er wird nicht entspannt und gerade sitzen können. Wer Angst vor Feedback und Konsequenzen hat, der wird sich nie trauen.
Und wer sich zu oft im Grau aufhält wird entsprechend selten erfahren, wie gut es tut eine Meinung zu haben und diese zu vertreten.

Dann aber auch bitte mit entsprechender Streitkultur :-)
http://de.wikipedia.org/wiki/Streitkultur

Dazulernen

Je mehr ich über Männer weiß, umso mehr liebe ich Katzen.

anstatt Kaffee...


... gibt es für mich Chai Latte, indischen Milchtee *hmmm