" Hier gibts Rosenwasser: Februar 2014

Mausekind bittet zum Kränzchen

Das Mausekind bittet ihre kleinen Freundinnen zum frühlingshaften Kaffeekränzchen.
Mutti steuert das Gebäck bei und gibt zu, dass die Proportionen auf dem Tischchen vielleicht etwas an "Alice im Wunderland" erinnern.

Für alle die gern filzen, die Muffins sind kinderleicht. Ein bisschen Trockenfilzen auf einer Styroporkugel, die ich unten gerade geschnitten habe. Das entspannt herrlich und man spart sich so manches Voodoopüppchen ;-)





Easy-peasy DIY

Ich bin ja nicht so die Basteluschi.
Diese Fensterbildermalerei ist auch nicht mein Ding. Alles reine Geschmackssache. Ein bisschen Fensterschmuck im Mausezimmer find ich allerdings ganz schön und jetzt wo der Frühling in den Startlöchern steht, darf diese schön farbenfroh sein.
Also hat sich der Bastelmuffel hingesetzt und in nur knapp 40 Minuten ein blumiges Mobiles gebastelt.
Alles was Ihr dafür braucht sind:

- farbiges Transparentpapier
- Schere (mit einem großen Motivlocher geht das Ganze noch viel, viel schneller)
- Faden und Tesa

Blümchen mit dem Locher ausstanzen. Ich habe jede einzelne ausgeschnitten, leider ist mein Motivlocher zu klein. Diese mit Tesa an einen Faden kleben und das Ganze um ein Stück Treibholz wickeln.

Schimmert toll in der Sonne und tanzt mit jedem Luftzug.


Prost Leitungswasser

Die Anne aus Berlin trinkt seit langem nur noch Leitungswasser. 
Mittlerweile schmeckt ihr anderes Wasser gar nicht mehr so gut und Wasserflaschen werden nur noch besorgt, wenn Besuch ansteht, sagt sie.
Auch Tim Pritlove äußerte sich pro Leitungswasser in einer seiner Podcastfolgen, indem er sinngemäß meinte, er könne nicht ganz nachvollziehen, wie man Wasser aus Plastikflaschen konsumiert, wenn es in diesem Land jederzeit trinkbares Wasser umsonst aus dem Hahn gibt.
Alles richtig findet die Mausekindfamilie und da auch wir schon länger das Kranwasser bevorzugen, habe ich vor kurzem einmal den Bleigehalt in unserem Trinkwasser untersuchen lassen. Wenn wir schon so viele Liter davon zu uns nehmen, möchte ich lieber etwas genauer wissen, was ich dem Mausekind ständig abfülle.
Nach kurzer Zeit war das Ergebnis vom Gesundheitsamt bereits da und bescheinigte: die Rohre in dem alten Kasten sind in Ordnung.

Also können wir jetzt sorglos und voller Freude die schöne Karaffe auffüllen, die ich bereits letztes Jahr geschenkt bekam. Die ist sehr praktisch, denn steht sie gefüllt auf dem Tisch wird automatisch mehr getrunken, als immer wieder neu zum Wasserhahn zu trotten um das Glas neu zu füllen. Zudem ist sie auch noch sehr hübsch, wie ich finde.
Dem Plastikwahnsinn den Kampf ansagen: auch in Form einer neuen Trinkflasche für das Kind. 
Die klean kanteen Trinkflasche ist aus Edelstahl und kommt beim Kind sehr gut an. 

Prost Leitungswasser!






Kinderspuren

Ein sonntägliches Foto voller Entdeckungen, Errungenschaften, Kreativität und Geschichten. 
Spuren von großen Gedanken durch winzige Hände.
Eine superschöne Idee von Eltern vom Mars.

Grenzenlos und popelfrei


Die unerträgliche Leichtigkeit des Jugendamts…

Vor einigen Jahren kam ich neu in unsere Kita, mit Abschluss der Weiterbildung als
frischgebackene „Facherzieherin für Integration / Inklusion“. Meine Aufgabe ist es demnach,
mich besonders um Kinder mit sogenanntem „erhöhtem“ oder „wesentlich erhöhtem
Förderbedarf“ zu kümmern (so schimpft sich das laut Gesetz). Drei meiner KollegInnen
waren schon seit Jahren in dieser Kita und in dieser Jobposition, sie waren darin „alte Hasen“.

Als es dazu kam, die Zuständigkeit für die Kinder neu unter uns aufzuteilen, baten sie mich,
ein Mädchen zu übernehmen, das bereits seit 4 ½ Jahren in unserer Kita war. Sie war nun
6 Jahre alt, aufgrund ihrer Entwicklung von der Schulpflicht zurückgestellt und würde also
ein weiteres Jahr in unserer Kita verbringen. Dazu muss gesagt werden, wenn ein Kind
von der Schulpflicht zurückgestellt ist, hat es Kitapflicht, muss also regelmäßig in die Kita
kommen. Denn die Schulrückstellung wird vom Schulamt nur bewilligt, wenn das Kind nach
einem speziellen Förderplan, den die Kita dort vorlegen muss, während dieses Jahres bei der
Erlangung der Schulreife weiterhin adäquat unterstützt wird.

„Die Zusammenarbeit mit den Eltern gestaltet sich so schwierig“, sagten meine
Kollegen. „Wir haben alles Mögliche und Unmögliche ausprobiert und wissen nicht
weiter. Das was wir in Zukunft machen müssten, wäre zu überlegen, ob es sich um einen
Kinderschutzfall handelt. Willst du dein Glück aber erstmal noch bei den Eltern versuchen?
Manchmal hilft ja so ein bisschen frischer Wind schon….“
Dem Zauber des Neuen vertrauend war ich total motiviert und sagte zu. Nicht, dass ich mir
zugetraut hätte, etwas zu schaffen oder gar besser zu machen, was meinen Kollegen solche
Schwierigkeiten bereitete, doch denke ich immer erst einmal positiv und gebe nicht so leicht
auf.
Ich ließ mich also von meinen KollegInnen einweihen, worum es ging und was bisher
geschah und nahm mir anschließend einige Wochen Zeit, Eltern und Kind erst einmal kennen
zu lernen. Bei den Eltern stellte ich mich als neue Bezugserzieherin vor, führte Tür- und
Angelgespräche und bot jederzeit Gespräche oder Hilfe an, wenn Bedarf bestünde.

Mit dem Kind, Marie-Luise, verbrachte ich viel Zeit. Das Mädchen kam regelmäßig erst
gegen 11 Uhr in die Kita (Bringzeit ist bei uns bis 9.30 Uhr, zum Morgenkreis), wirkte sehr
müde, ungewaschen, verwahrlost, dem Wetter unangemessen gekleidet, ausgehungert und
roch unangenehm, was auch den anderen Kindern bereits auffiel. Sie benahm sich sozial
emotional ziemlich auffällig und zeigte auch häufig eindeutig sexualisiertes Verhalten, was
eine Warnung sein sollte.
Ich bat meine Kollegen, noch einmal gemeinsam mit mir Beobachtungen anzustellen und
auszuwerten, damit ich die Eltern zu einem Gespräch einladen konnte.

Gesagt, getan. Der Vater erschien zum Gespräch. Seine Frau wolle mit dem Baby zuhause
bleiben, teilte er mit. Ok. Zunächst berichtete ich von unseren Beobachtungen, dass Marie-
Luise bereits diese und jene Entwicklungsfortschritte gemacht hatte. Dies freue uns. In
anderen Bereichen könne man ihr, auch im Hinblick auf die Schule, noch Unterstützung
geben. Dafür haben wir dies und jenes in einem Förderplan zusammengefasst, usw. Soweit
so gut. Der Vater war einverstanden.
Nun kam der Teil, der mir immer sehr unangenehm ist und mir bis heute noch in solch
einem Fall jedes mal schwer über die Lippen kommt: „Herr XY, wie meine Kollegen in der
Vergangenheit mit Ihnen besprochen haben, müssen wir uns auch noch einmal Marie-
Luises Allgemeinzustand anschauen. Soweit ich weiß, baten die Kollegen Sie, sie bis 9.30 Uhr in die Kita zu bringen, damit sie am Morgenkreis teilnehmen kann. Dort finden wichtige
Gruppengeschehnisse und anschließend Förderangebote statt. Marie-Luise klagt außerdem
jeden Tag über großen Hunger, wenn sie in die Kita kommt. Es besteht die Möglichkeit,
sie um 8.00 Uhr zu bringen, dann kann sie bis 9.00 Uhr noch in Ruhe zusammen mit den
anderen Kindern frühstücken.“
„Zuhause hat sie keinen Hunger. Und sie will ausschlafen. Sie steht dann einfach nicht auf.
Meine Frau und ich sind auch kaputt, wenn wir das Baby nachts versorgt haben.“ (Beide
Eltern arbeiten nicht und sind zuhause).
„Ok, das verstehe ich. Doch wirkt sie hier trotz des Ausschlafens noch sehr müde. Sie sieht
dann blass und nicht glücklich aus und klagt über großen Hunger. Vielleicht könnten Sie sie
daran gewöhnen, etwas früher aufzustehen und wenigstens eine Kleinigkeit zu frühstücken?"
“Nein, macht sie nicht.“
„Sie hat doch ältere Geschwister, die zur Schule müssen. Wie machen die das denn? Könnte
Marie-Luise nicht vielleicht mit ihnen zusammen aufstehen? Im Hinblick auf die Schule wäre
es auch wichtig, mit ihr zu üben, sich etwas früher fertig zu machen, denn die Schule beginnt
ja um 8.00 Uhr.“
„Die Kinder machen das morgens alleine, mal sehen.“„Und was uns noch wichtig wäre, könnten Sie bitte darauf achten, dass Marie-Luise wettergerechte Kleidung an hat?“ – Das Mädchen hatte im Winter oft kurze Hosen und im Sommer Winterstiefel an.
„Sie will selber aussuchen.“ „Gut, dann bieten Sie ihr doch beispielsweise zwei Winterhosen
und Pullis, bzw. im Sommer zwei mal leichte Kleidung zur Auswahl an.“

Das Gespräch setzte sich noch ein wenig fort, ohne dass ich den Eindruck hatte, der Vater
verstünde mein Anliegen. In den kommenden Wochen kam Marie-Luise ab und an gegen
9.00 oder halb 10.00 Uhr in die Kita, mit Pudding oder einem Kinder Pingui als Frühstück. Die
Eltern nahmen sich offensichtlich unseren Rat zu Herzen. Es riss jedoch schnell wieder ein,
dass Marie-Luise gegen 11.00 Uhr und ohne Frühstück kam. Stattdessen war sie geschminkt
und in hohen Schuhen (es gibt für kleine Kinder tatsächlich hohe Schuhe zu kaufen!), jedoch
ungewaschen und verwahrlost wie eh und je. Eine Kollegin, die in Kita-Nähe wohnte, traf
Marie-Luise am späten Abend immer häufiger ohne Eltern auf der Straße an. In den Ferien
wurde sie von ihren älteren Geschwistern zur Kita gebracht, ebenfalls gegen 11.00 Uhr, mit
dem Hinweis, Mama und Papa schliefen noch. Die 10-jährige musste sich beeilen, da sie
eine schwere Stoffwechselerkrankung hatte und zur regelmäßigen Routineuntersuchung ins
Krankenhaus gehen musste – allein. Auch sie hatte Süßigkeiten zum Frühstück mit dabei.

Ich beriet mich mit den Kollegen und dem Leiter. Diese waren der Ansicht, es sei an der Zeit,
noch ein Gespräch zu führen, all diese Dinge und auch Marie-Luises sexualisiertes Verhalten
darin anzusprechen und den Eltern mitzuteilen, dass wir eine Kindswohlgefährdung sehen
und ggf. eine Meldung an das Jugendamt machen müssten. Dies ist in so einem Fall unsere
gesetzliche Pflicht.

Marie-Luises ältere, an Diabetes erkrankte Schwester, hatte bereits einen Familienhelfer von
der „Behindertenhilfe“ des Jugendamts für eine gewisse Zeit bestellt bekommen. Ich lud also
die Eltern ein, die den Familienhelfer gleich mitbrachten. So vorsichtig wie möglich und so
deutlich wie nötig sprach ich all diese Dinge an. Vonseiten der Eltern und des Familienhelfers
erntete ich überwiegend Unverständnis, Ausreden und ein Abstreiten der gesagten Dinge.
Sie verloren sich in Ausflüchten und teilten mir mit: „Ich hab dir doch neulich schon gesagt…“
Ich daraufhin: „Dann müssen wir noch einmal ein Gespräch mit unserer Leitung und dem
Träger führen und dem Jugendamt eine Meldung geben.“

An dieser Stelle war für den Vater Schluss mit lustig. Er beschimpfte mich, ich sei
diskriminierend, weil die Familie Hartz IV bezöge und ich mich für etwas Besseres halte,
ich sei Ihnen gegenüber nur feindlich eingestellt, meine Behauptungen stimmten alle
nicht, ich sei die erste, die so etwas behaupte, meine Kollegen seien viel netter und besser
gewesen, usw. Er wurde immer lauter, schrie, tobte und drohte mir persönlich schließlich.
Ich versuchte, das Gespräch wieder irgendwie in andere Bahnen zu lenken, doch ohne
Erfolg, und holte schließlich unseren Leiter dazu. Der war zwar auch nicht begeistert von
der Situation, äußerte jedoch, es sei ihm egal, dass der Mann schrie und tobte, der meine
es nicht ernst und würde sich auch wieder beruhigen. Meinen Hinweis, dass es mir damit
als „Sündenbock“ ganz anders erging, überhörte er.

In den vergangenen Wochen wurde auch für Marie-Luise vom Jugendamt eine
Familienhelferin bestellt, die, um es kurz zu machen, sich in etwa genauso benahm wie die
Eltern. An Marie-Luises Verfassung änderte sich nichts.
Wir sollten dem Jugendamt in regelmäßigen Abständen melden, ob sich etwas
gebessert habe. Dies tat ich. Nach einer Weile lud man uns alle ins Jugendamt zu
einer „Helferkonferenz“ ein. Mittlerweile gestaltete es sich noch schwieriger, mit den Eltern
in alltäglichen Situationen ins Gespräch zu gehen.
Während der Helferkonferenz wurden noch einmal alle Sichtweisen der Beteiligten
dargelegt. Ich erhoffte mir Hilfe und Unterstützung, machte mir mittlerweile wirklich Sorgen
um Marie-Luise und ihre Zukunft.
Die beiden Mitarbeiterinnen des Jugendamtes jedoch teilten uns sehr deutlich mit, dass man
der Kita gegenüber nun endgültig einmal einen Schlussstrich ziehen müsse. Die Familie habe
schließlich Familienhelfer, die sich sehr qualifiziert um alles kümmerten. Wir neigten mit
unseren Aussagen wohl eindeutig zu Übertreibungen. Dass in dieser Familie die Kinder das
Sagen hätten, sei seit langem durch die älteren Geschwister bekannt. Dies sei auch völlig in
Ordnung und würde sich „verwachsen“. Schließlich kämen die Geschwister in der Schule ja
auch klar. Dass die Kinder bis nachts um 2 Uhr Schmuddelfilmchen im Fernsehen schauten,
sei auch ok. Und das Jugendamt bitte uns dringend, ihnen keine weiteren Meldungen
über Familie XY zukommen zu lassen. Es ginge schon alles seinen geordneten Gang. Auf
Wiedersehen!!!

Leider erleben wir ähnliche Geschichten häufiger und fragen uns, was muss eigentlich
passieren, damit das Jugendamt es ernst nimmt? Liegt es am wenigen Personal, hat das
Jugendamt Angst vor den Eltern oder vor Imageverlust? Sehen sie täglich so krasse Fälle,
dass ihnen das noch zu harmlos ist? Oder was ist es sonst?
Wir fragen uns aber nicht mehr, wenn tote und misshandelte Kinder irgendwo aufgefunden
werden, warum so häufig in den Medien zu hören ist „ hat denn niemand von den Nachbarn
etwas gehört? Warum hat es denn keiner gemeldet?“ … Denn - vielleicht war es ja doch dort
bekannt gewesen…


Vorurteile jeglicher Herkunft und Couleur

Ich arbeite in einem Bezirk, in dem Familien verschiedenster Herkunft wohnen. Ich habe mir
das so ausgesucht, weil ich es interessant und bereichernd finde. Auch in meinem Freundes-
und Bekanntenkreis gibt es Leute, die selbst oder deren Eltern aus verschiedenen Ländern gekommen sind.
Unsere Kita hatte sich vor längerer Zeit um eine langfristige Fortbildung beworben, die
sich „Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in Kindertagesstätten“ nennt. Sie geht über
mehrere Monate, mit regelmäßig stattfindenden, mehrtägigen Modulen.
Den Grundgedanken dieser „gegen die Schieflage“ (so der Untertitel) –Fortbildung kannten
wir alle aus der Ausbildung und diversen Fortbildungen und waren der Meinung, es sei gut, diesen zu vertiefen und uns und unsere Arbeit immer einmal wieder zu reflektieren.
Was dann tatsächlich auf uns zukam, ahnten wir jedoch nicht…

In der Fortbildung (FoBi) herrschte ein strenger, fast militärischer Ton uns gegenüber. Man
sagte uns genau und sehr deutlich, wann wir zu lesen, zu schreiben und wann wir (keine)
Fragen zu stellen hatten oder zu verschiedenen Themen Stellung nehmen mussten – ja
MUSSTEN! Ansonsten, wenn es diese Zeit gerade nicht war, wurden wir rigide unterbrochen
und zurecht gewiesen. Wir alle mussten Beispiele aus unserem Arbeitsalltag berichten und
wurden in fast jedem Falle darauf hingewiesen, dass wir rassistisch und diskriminierend
handelten.
Dass man nicht mehr „Ausländer“, sondern „Mensch mit Migrationshintergrund“ sagt,
war uns allen klar (obwohl – auch dessen bin ich mir nicht mehr sicher). Auch essen wir
heutzutage selbstverständlich alle Schaumküsse und nichts anderes mehr.
Doch waren wir sehr verwundert, dass uns das Kaspertheater verboten wurde (zu brutal
– der Kasper und das Krokodil leben den Kindern ja Streit und Konflikte vor), Kinderlieder
und Kinderbücher, die wir für aktuell hielten, verboten wurden und es darüber hinaus
nicht als Interesse gewertet wird, wenn wir nach Inhalten bestimmter Kulturen fragen (z.B.
deren wichtige Feste, Geburtstagslieder in den Sprachen der Kinder usw.), sondern immer
Rassismus! Auch wenn ein dunkelhäutiges Kind aus der Kita Trost bei uns sucht, sich bei uns
anschmiegt oder auf den Schoß möchte, ist es rassistisch und diskriminierend, wenn wir
diesem Kind, wie jedem anderen Kind in so einem Fall auch, über den Kopf und den Rücken
streichen. Dieses Kind macht dann ja die Erfahrung, dass wir es, eventuell auch seine Haare
berühren und assoziiert damit sein „Anderssein“…

Tja, was soll ich sagen. Nach 3 Tagen waren wir richtig platt, nach mehreren Monaten noch
platter und stellten unsere gesamte bisherige pädagogische Arbeit aufs Ärgste in Frage.
Wir fühlten uns schuldig und die meisten schämten sich auch ihrer eigenen Herkunft.
Das Bemerkenswerteste daran jedoch war, dass bis heute derlei Einwände uns gegenüber
niemals von den Eltern kamen.
Dies alles ist nun schon einige Zeit her, doch bis heute hat sich uns nicht erschlossen, warum
beispielsweise Theorie und Praxis dieser FoBi, die da besagten, wir haben stets und ständig
allen Menschen mit Respekt, Achtung, Freundlichkeit und frei von Vorurteilen zu begegnen,
dort uns gegenüber nicht angewandt wurde …

Kinderspuren

Eine schöne Idee hatte die Anna:

Ein sonntägliches Foto voller Entdeckungen, Errungenschaften, Kreativität und Geschichten. 
Spuren von großen Gedanken durch winzige Hände.

 Hier ist er also, unser sonntäglicher Schnappschuss.